Perrera in Puerto del Rosario

Die Perrera in der Hauptstadt “Puerto del Rosario” ist die größte der insgesamt vier Tötungsstationen auf Fuerteventura. Während die Station noch vor ein paar Jahren von einem spanischen Tierschutzverein geleitet wurde, befindet sie sich mittlerweile wieder unter der Führung der Gemeinde. Dabei sind wir bisher ausnahmslos freundlich empfangen worden und durften uns jederzeit einen eigenen Eindruck von den Tieren in der Station verschaffen. Für die Versorgung der Tiere kommt ein Hundepfleger auf, der bei der Gemeinde angestellt ist. Wir kennen ihn schon seit vielen Jahren und vertrauen auf seinen Umgang mit den Hunden. Trotz der Umstände, dass die Perrera von Puerto del Rosario wieder zu einer städtischen Tötungsstation umfunktioniert wurde, werden die Hunde dort den Umständen entsprechend gut versorgt. Wasser und Futter stehen bereit und es wird regelmäßig gesäubert. Des Weiteren erhalten die Tiere gruppenweise Auslauf. Interessenten haben die Möglichkeit, einen gechipten und mit Tollwut geimpften Hund gegen eine Schutzgebühr zu adoptieren.

Dafür werden jeden Dienstag die Türen der Perrera für interessierte Besucher geöffnet. Die Tierärztin Sara Santana betreut zu dieser Zeit alle Vierbeiner der Station, untersucht und versorgt „Neuankömmlinge“, und übernimmt die komplette medizinische Versorgung. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Javier führen die beiden engagierten Tierschützer bereits seit 2015 ein ehrenamtliches Kastrationsprogramm durch, im Rahmen dessen sie in ihrer Freizeit die Hunde in der Perrera kastrieren und somit einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Tierschutz leisten. Ein absolutes Vorzeigeprojekt! Durch die vorbildliche Betreuung durch Tierärzte und Pfleger in Puerto del Rosario mussten trotz dessen, das es sich um eine städtische Tötungsstation handelt, seit über 3 Jahren keine Vierbeiner mehr eingeschläfert werden. Dies ist letztlich auch der Verdienst vieler aktiver Tierschützer vor Ort, die sich um die Adoption und Vermittlung der Hunde in ein neues Zuhause bemühen.