Perrera in La Pared

Die Perrera in La Pared im Süden der Insel wurde 2013 grundlegend renoviert und somit zu einer Art “Vorzeige-Perrera” umfunktioniert. Neben geräumigen, wettergeschützten Innenbereichen, können die Hunde auch in einen Außenbereich wechseln. Während dieser bisher durch Drahtzäune gesichert war, grenzen seit den Renovierungen nun Mauern die Zwinger ein. Nicht die schönste Variante, aber das Verletzungsrisiko an den kaputten und aufgebogenen Drähten wird dadurch deutlich reduziert. In der Station können bis zu 40-50 Hunde untergebracht werden.

Leider trügt jedoch das Bild einer vorbildlich geführten Perrera, wie es durch die Renovierungsarbeiten vermittelt werden soll. Auch nach der Instandsetzung der Station hat sich in den letzten Jahren trauriger Weise immer wieder bestätigt, dass sich an der Versorgung der Tiere (insbesondere der medizinischen Versorgung) nichts verbessert hat. Immer wieder finden wir bei unseren Besuchen schwer verletzte, misshandelte und offensichtlich kranke Hunde vor, die umgehend einer tierärztlichen Behandlung bedürfen. Diese ist in der Perrera von La Pared trotz zwei zuständigen Veterinären jedoch fraglicher Weise nicht gegeben. Weiterhin kommt es dafür immer noch regelmäßig zu Einschläferungsaktionen, aber eben nicht um die Tiere aus Tierschutzaspekten von ihren Qualen zu erlösen, sondern um die Station „zu leeren“ wenn es auf Feiertage zugeht oder die Hundepfleger für längere Zeit in den Urlaub gehen.
Animal Care wird auch hier mit den zuständigen Behörden, engagierten Tierschutzkollegen und Veterinären im Gespräch bleiben, um langfristig eine Verbesserung in der Versorgung für die Hunde in der südlichsten Tötungsstation Fuerteventuras zu bewirken.