Hunderettung

Perreras auf Fuerteventura

In den Hundeauffanglagern auf Fuerteventura landen jedes Jahr unzählige herrenlose oder abgegebene Tiere. Die Zustände reichen von engagierter Betreuung bis hin zu erschreckenden Missständen. Zwar verbietet das neue spanische Tierschutzgesetz von 2024 die Tötung gesunder Hunde – doch die Realität vor Ort zeigt: Hilfe wird weiterhin dringend gebraucht.
Warum unser Einsatz so wichtig ist, welche Unterschiede es zwischen den Lagern gibt und wie wir den Hunden direkt vor Ort helfen, erfährst du hier.

Perrera in Puerto del Rosario

Die Perrera in Puerto del Rosario, der Inselhauptstadt, ist die größte Auffangstation auf Fuerteventura. Durchschnittlich werden hier 40–50 Hunde untergebracht.
2024 wurde die Anlage erweitert, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen – notwendig, da das neue spanische Tierschutzgesetz eine Tötung aus Platzmangel verbietet. Zwar hat die Gemeinde damit vorausschauend gehandelt, doch die neuen Zwinger sind so gebaut, dass die Hunde komplett isoliert hinter hohen Betonmauern und blickdichten Metalltüren leben. Außer dem ständigen Hundegebell dringt kaum etwas von der Außenwelt zu ihnen durch.

Um den Tieren trotzdem eine Chance auf ein gutes Leben zu geben, übernehmen wir regelmäßig Hunde aus dieser Einrichtung und bereiten sie auf ein liebevolles Zuhause vor. Die Zusammenarbeit mit den Betreibern funktioniert gut – sichtbar auch an unserem gemeinsamen Aufklärungsbanner zur Kastration direkt an der Perrera.

Perrera in La Oliva

Die Perrera in La Oliva ist die nördlichste Auffangstation Fuerteventuras. Rund 20 Hunde können hier in kleinen Einzelzwingern untergebracht werden, ergänzt durch einen Auslaufbereich.
Seit 2024 wird die Station von dem Unternehmen Gesplan geführt. Schon länger gibt es Pläne, die marode und sehr kleine Anlage durch einen Neubau zu ersetzen, in dem künftig auch Straßenkatzen versorgt werden könnten. Bisher wurden diese Maßnahmen jedoch nicht umgesetzt. Ein Rückschritt für unsere Arbeit: Das von Animal Care gemeinsam mit der Gemeinde La Oliva angebrachte Aufklärungsbanner zur Bedeutung von Kastrationen wurde von Gesplan wieder entfernt.

Perrera in La Pared

Die Perrera in La Pared ist für die Aufnahme von Hunden aus mehreren Gemeinden im Süden der Insel zuständig.
Doch genau darin liegt das Problem: Die Station ist dauerhaft überfüllt – zu viele Hunde treffen auf viel zu wenig Platz.

Um Beißereien in den überbelegten Zwingern zu vermeiden, wurden im Außenbereich Hundehütten aufgestellt, an denen die Tiere jedoch an Ketten leben müssen. Die eigentlichen Zwinger bestehen aus über zwei Meter hohen Betonmauern mit blickdichten Metalltüren. Für die Hunde bedeutet das: Sie haben keinerlei Möglichkeit, äußere Reize wahrzunehmen – einzig das ohrenbetäubende Gebell der vielen Tiere dringt an ihre Ohren.

Die Folgen sind gravierend: Viele Hunde sind hier dauerhaft gestresst und leiden unter den Haltungsbedingungen.
Um ihnen zu helfen, übernehmen wir von Animal Care e.V. regelmäßig Hunde aus dieser Perrera auf unsere Pflegestellen und schenken ihnen so die Chance auf ein besseres Leben.