geschrieben von Sandra Schmidt

Monatsbericht Januar 2021

Posted by Stephanie_Schmidt at 12:15 am 08.02.2021

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"Was MSAW  [die staatlichen Hundefänger] mit öffentlichen Geldern macht (und nicht macht), ist ungesetzlich, unmenschlich und inakzeptabel; ein Schandfleck für Ihr Ministerium, die Regierung und die ganze Nation!"

Dieses Zitat stammt von Shakeel Mohamed, einem Rechtsanwalt, der sich der Klage, bzgl. der grausamen Zustände in der Tötungsstation auf Mauritius, annimmt.

Dort kamen vor Weihnachten insgesamt 323 Hunde auf grausamste Weise ums Leben.
Animal Care e.V. beteiligte sich an den Protestschreiben gegen die Regierung und die gemeinsame Arbeit scheint Früchte zu tragen, der Stein ist ins Rollen gekommen!
Am 17.02.21 muss sich der aktuelle Agrarminister von Mauritius vor Gericht verantworten.
Die Forderungen sehen vor, alle Mitarbeiter, ob nun passiv oder aktiv an den Misshandlungen beteiligt, auszutauschen. Es gibt Bestrebungen einiger Tierschützer auf der Insel, die Leitung der Station in Port Louis zu übernehmen. Jedoch gehen, gemäß unseres aktuellen Wissensstandes, die Vorstellungen der Einzelnen sehr auseinander. Einige Tierschützer befürworten die "catch and release"-Methode, andere möchten die Hunde dort behalten und einen Tierheim-Betrieb aufbauen. Wir beobachten diese Entwicklungen mit einer gewissen Skepsis, da unsere Erfahrung von Fuerteventura leider zeigt, dass manche Tierschützer leider oft etwas blauäugig an solche Vorhaben rangehen, da ihnen die Erfahrung fehlt und somit auch die realistische Einschätzung bzgl. des tatsächlichen Arbeitsaufwandes, der Finanzierung, Vermittlung, etc.

Unserer Meinung nach wäre eine Zusammenarbeit mit der Regierung wünschenswert, die sich nicht aus der Verantwortung stehlen darf und weiterhin Kosten tragen und das Kastrieren der Tiere finanzieren müsste. Wir befürworten die "catch and release"-Methode, da das Einsperren von Hunden, die seit Generationen die Freiheit gewöhnt sind, auch eine Form von Tierquälerei ist. Insbesondere, da die Vermittlungschancen extrem schlecht sind und den Tieren somit ein Leben in Gefangenschaft bevorstünde.
Wir halten Euch über die kommenden Ereignisse auf dem Laufenden.

Weitere Neuigkeiten von Mauritius:
Es werden Paten für das Affenbaby Olaf gesucht. Der Kleine befindet sich auf Mauritius bei Tierschutzkollegen und beschäftigt die beiden rund um die Uhr. Tagsüber wird er herumgetragen, muss gewickelt werden und braucht regelmäßig sein Fläschchen. Wie ein richtiges Baby eben…
Ihr könnt eine Patenschaft für diesen putzigen Kerl übernehmen und den neuen Zieheltern bei den laufenden Kosten unter die Arme greifen.