Katzenschutz Fuerteventura

Bei allen unseren Projekten sind wir auf vertrauensvolle Partner/innen vor Ort angewiesen. Diese haben wir in Andrea und ihrem Mann Michael gefunden, die sich gemeinsam dem Katzenschutz auf Fuerteventura verschrieben haben.
Das Engagement von Andrea und Michael verfolgen wir schon seit einigen Jahren und haben immer mal wieder durch die Übernahme von Kastrationskosten unterstützt. Um unserer Tierschutzkollegin Andrea insbesondere in der erschwerten Zeit der Corona-Pandemie zu helfen, tragen wir einen Teil der monatlichen Futterkosten. Zudem sollen schnell Kastrationsprojekte wieder aufgenommen werden.
Im Folgenden stellen sich die beiden Tierschützer vor.

Hallo liebe Mitglieder und Tierschutzinteressierte. Wir, mein Mann Michael und ich, Andrea sind 2005 nach Fuerteventura ausgewandert. Wir landeten an einem Samstag auf der Insel und Sonntag stand die erste Katze maunzend vor Hunger auf unserer Terrasse. Mittlerweile betreuen und versorgen wir bei uns 24 Katzen, zwei Hunde, einen Leguan, ein Hörnchen, eine Vogelgruppe (Wellensittiche, Tauben, Javafinken und Spatzen - alle gerettet aus schlimmen Verhältnissen oder verletzt aufgefunden), sowie eine Gruppe aus ca. 20 freilaufenden Igeln. Des Weiteren füttern wir in einem Umkreis von 25 km weitere ca. 50 Katzen an verschiedenen Futterstellen. Dies ist hier leider seit einigen Jahren verboten und wird mit hohen Strafen belegt, wenn es sich nicht um offiziell genehmigte Futterstellen, wie beispielsweise an Hotel- oder Appartementanlagen handelt. Deshalb können wir die meisten Tiere fernab der Touristenhochburgen nur am späten Abend im Dunkeln versorgen.

Im Frühjahr 2020 kam die Corona-Pandemie auch über Fuerteventura und die Situation für die Streunerkatzen verschlimmerte sich dadurch noch weiter. Viele Menschen verloren ihre Jobs und können seither kaum noch ihren eigenen Lebensunterhalt finanzieren. Da sind die Tiere natürlich die ersten die "ausziehen" müssen, sodass an vielen Futterstellen zu den gewohnten Streunern noch weitere Vierbeiner hinzukamen. Zudem blieben die Touristen in den Hotels und Ferienanlagen aus, sodass die dort angesiedelten Katzen in große Futternot kamen und versuchten an anderen Stellen unterzukommen. Das Fütterungsverbot an nicht offiziellen Futterplätzen erschwerte uns die Versorgung der Tiere ungemein. Dies bzgl. gab es schon einige Gespräche mit der Politik, wir erhielten Zuspruch und hatten zum ersten Mal verständnisvolle Abgeordnete, die uns helfen wollten und uns auch eine Sondergenehmigung ausgestellt haben, um die hilfsbedürftigen  Katzen in dieser erschwerten Zeit zu versorgen. Diese Genehmigung gilt jedoch vorerst für den Zeitraum des anhaltenden Ausnahmezustandes während der Pandemie.

Mittlerweile sind wir bei monatlichen Kosten von fast 1200 € für die Tiere angekommen, und sind finanziell ziemlich am Straucheln, da wir die Summe komplett privat finanzieren. Die Kosten setzen sich aus Futter, Kastrationen und Tierarztrechnungen zusammen und leider ist nichts davon zu kürzen, sodass wir unsere privaten, nicht für den Tierschutz vorgesehenen Ausgaben auf ein Minimum reduziert haben. Zu den alltäglichen Kosten kommen Herausforderungen wie die Leberkrebserkrankung bei einem unserer Hunde, der nun spezielles Futter und entsprechende Medikamente erhält ebenso unser zweiter Hund mit seinem Bandscheibenvorfall. Aber so ist es, wenn man sich den hilfsbedürftigen Tieren verschrieben hat und daher kämpfen wir, wenn auch oftmals verzweifelt, im Sinne unserer Schützlinge und der vielen Streunerkatzen Fuerteventuras weiter, um den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen.